Abnahmeprotokoll 3

Sehr geehrte ...
als Anlage erhalten Sie die Schlussbegutachtung über die Modernisierung an den o.g. 6 Stck. Aufzugsanlagen.

1.) Haus 1 - Lastenaufzug

  • Die Standortanzeige ist größer als der Ausschnitt in der Tableaudeckplatte - dies ist dem Auftragnehmer seit Oktober bekannt -
  • Die Deckplatte ist nicht mit TTR-Schrauben verschraubt.
  • Die Zargenverkleidungen der Schachttüren sind nicht vollständig mit Edelstahl verkleidet, dies gilt auch für alle neu verkleideten Schachttüren, d.h. auch in den anderen Häusern.
  • Die mechanischen Umkehrschaltungen der beiden Fahrkorbabschlusstüren sind ohne Funktion.
  • Die Bündigkeiten in den Etagen sind insgesamt neu einzustellen. Es gibt erhebliche Differenzen. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass die Aufzugsanlage mit einem Planetengetriebe und einer Frequenzregelung versehen ist, d.h. es dürfen überhaupt keine Bündigkeitsdifferenzen entstehen. Die Frequenzregelung mit elektronischer Steuerung und Planetengetriebe wurden vom jetzigen Auftragnehmer vor ca. 4 Jahren eingebaut.
  • Im 2. OG öffnet die Tür nicht vollständig über die gesamte Zugangsbreite (ca.5 cm).
  • Das Fahrkorbfußbodenriffelblech ist am Zugang vollkommen lose. In der Fahrkorbmitte löst sich das Blech bereits von der Verklebung bzw.Befestigung. Es ist fragwürdig, ob die Unterkonstruktion und die Riffelblechstärke für einen Lastenaufzugsbetrieb mit Gabelhubwagen ausreicht. Dieses gilt insbesondere auch, wenn man sich die bereits jetzt aufgetretene Verformung im Lastenfahrkorb ansieht.
  • Im 2. OG ist der Aussenruf "Aufwärts" ohne Funktion. Die Rufquittierung leuchtet ständig und stellt nicht zurück. Dieses gilt auch für das 7. OG.
  • An den Schacht- und Fahrkorbtüren fehlen die Anschlaggummi.


2.) Haus 2 - Personenaufzug

  • Die Fahrkorbdecke ist (evtl. durch Befestigungsschrauben von oben) beschädigt.
  • Zwischen dem Spiegel und der rechten Kabinenwand oben besteht ein Spalt. Dieser ist zu beseitigen durch evtl. Richten der Kabinenwand.
  • Am Kabinentürflügel, links von aussen, besteht Verletzungsgefahr durch nicht entgratetes Edelstahlblech.
  • An den Schachttüren und an der Kabinentür fehlen die Anschlaggummi.
  • Die Kabinentür mit Schachttür läuft unruhig (s.Fahrkorbtürflügel z.B. im EG).
  • Es ist zu überprüfen und der Nachweis zu erbringen, ob die Fahrkorbentlüftung der DIN EN 81-1 Absatz 8.16 Lüftung, entspricht.
  • Die Installation auf dem Fahrkorbdach ist mangelhaft und einer Fachfirma unwürdig. Das Fahrkorbdach und die Installation, lose Kabel, loser Kasten, Verunsäuberung usw. lassen sich nicht weiter kommentieren und gehen auf eine gesamte negative Montageausführung zurück.


3.) Haus 3 - Lastenaufzug

  • Das Fahrkorbtableau ist unsauber mit mehreren Schrauben nebeneinander montiert.
  • Zwischen den alten und den neuen Türschwellen bestehen Luftschlitze von bis zu 10 mm. Diese Zwischenräume müssen geschlossen werden.
  • Die Kabinenabschlusstür hat kein Anschlaggummi. Bei vollständig geöffneten Fahrkorb- und Schachttüren ist eine einheitliche Flucht der Türflügel nicht gegeben (s.auch im EG).
  • Die Kabinentürschließkraft ist zu hoch eingestellt und überschreitet die zugelassenen 150 N.
  • Der Kabineneckstiel im 3., 7. + 8. OG fluchtet mit der Schachttürzarge nicht überein. Alle anderen Stockwerke sind hierbei ebenfalls mit einzubeziehen.
  • Alle Schweissnähte sind mit einem Rostschutz und Grundanstrich zu versehen. Die zusätzlich angeschweissten Anker unter den Schachttürschwellen sind z.B. überhaupt nicht behandelt.
  • Die Schachttürkonstruktionen sind nicht vollständig mit Edelstahl verkleidet. Dieses gilt für die Zargen- und Kopfstücke.
  • Die Zuleitung vom Anschluss- zum Inspektionskasten auf dem Fahrkorbdach wurde nicht trittfest verlegt.
  • Die Riegelrollen von den alten Schachttüren wurden nicht demontiert.
  • An den Hakenriegeln wurde durch Feilen manipuliert.
  • Die Schachttüren sind teilweise nicht richtig eingestellt, d.h. es besteht z.T. überhaupt kein Verschlußspiel (ca.2-3 mm).
  • Die Schachttüren sind entsprechend der Herstellerangaben (Fa. Wittur) einzustellen.
  • Die Portalverkleidung im Keller fehlt.
  • Die weiße Hakenriegelverschlussrolle in der obersten Haltestelle stimmt mit den anderen Rollendurchmessern nicht überein und scheint keine Original-Herstellerrolle zu sein. Diese muss gegen eine Originalrolle ausgetauscht werden.


4.) Haus 4 - Personenaufzug

  • Fahrkorbdeckenbeschädigung durch Schrauben.
  • Die Fahrkorb- und Schachttüranschlaggummi fehlen.
  • Der hintere rechte Halogenstrahler für die Fahrkorbbeleuchtung ist auf der Fahrkorbdecke nicht trittsicher abgedeckt.
  • Die Fahrkorbdecke ist verschmutzt.
  • Die optimale vorgegebene Türöffnungsbreite ist nicht gegeben und muss eingestellt werden.


5.) Haus 5 - Lastenaufzug

  • Bei Eintritt in die Kabine von der Bürohausseite knarren der Fußboden, Türschwelle oder Kabinenseitenwand ständig. Es ist Abhilfe zu schaffen.
  • Die Kabinenabschlusstür ist ohne Anschlaggummi.
  • Die Schachttüren sind teilweise mit altem, verbrauchtem Anschlaggummi bestückt worden. In diesem Fahrkorb hat bereits eine Verformung des Fahrkorbfußbodens stattgefunden.
  • Es wird nochmals auf das bestehende Problem mit der Riffelblechkonstruktion und -stärke hingewiesen.
  • Die mechanische Türumkehrsteuerung und Lichtschranke ist auf der Bürohausseite funktionslos. Das für die mechanische Türsteuerung zuständige Blechprofil ist derart schwergängig, dass ein einwandfreies Funktionieren nicht möglich ist.
  • Der Schachttürflügel im 7.OG steht nicht lotrecht.
  • Die Schachttüren stehen nicht lotrecht zum Fahrkorbzugang. Es ist zu vermuten, dass der Fahrkorb nicht im Lot steht.
  • Die Kabinentür (Hoftürseite) öffnet nicht über die gesamte Zugangsbreite und läuft dadurch zurück (zuckeln).
  • Der Einlaufspalt der Kabinentür auf der Hofseite ist zu groß.
  • Die Schachttürrollen wurden erneuert.
  • Die mechanische Türumkehrsteuerung ist aus dem gleichen Grund ohne Funktion, wie auf der gegenüberliegenden Seite (schwergängig).
  • Die Installation am Schaltschrank im Maschinenraum muss abgedeckt werden.
  • Im EG ist die Verkleidung auf der Bürohausseite durch eine Blindniete verzogen


6.) Haus 6 - Personenaufzug

  • Die Laufrollen der Schachttüren und der Kabinentür wurden inkl. Antrieb wieder verwendet.
  • Die Anschlaggummi fehlen an der Kabinentür und an den Schachttüren teilweise bzw. wurden alte Gummis wieder verwendet.
  • Die Edelstahlverkleidungen wurden ebenfalls wie bei den anderen Anlagen ausgeführt.
  • Die mechanische Umkehrsteuerung ist ohne Funktion.
  • Die Flucht von Schachttüren und Fahrkorbtür ist hier ebenfalls nicht gewährleistet. (s.auch 2.+3. OG, 6.OG usw.)
  • Im 2. und 5.OG schlägt die Schachttür gegen die hintere Begrenzung.
  • Die Folie zwischen den Schachttürflügeln ist zu entfernen.
  • Die obere Fahrkorbdecke und der Rahmen wurden bei der Einsatzkabine nicht mit erneuert. Der Kabinenrahmen ist mit der Kabine fest verschraubt. Daher ist eine Schallisolierung nicht gegeben, was sich durch unruhigen Lauf und Übertragungsgeräusche im Fahrkorb bemerkbar macht. Dies gilt auch für die Personenaufzugsanlagen im Haus 2 + 4.

Wir hoffen, Ihnen hiermit gedient zu haben und verbleiben ...